Roman Fritz
„Ich kann als Botschafter zwischen den Welten fungieren“
Warum engagierst Du dich für Habitat 2030?
Weil ich den Ansporn habe, mit der Gestaltung unserer gebauten Umwelt in Zukunft einen kleineren Footprint zu hinterlassen, als wir das bisher gemacht haben. Das hat mit Disziplin und Eigenverantwortung zu tun. Ich habe das Gefühl, dass wir bei Habitat 2030 in dieser diversifizierten, transdisziplinären Konstellation viel bewegen können.
Was genau kann denn verändert werden? Wie möchtest Du dazu beitragen?
Ich bin mit großunternehmerischen Strukturen bestens vertraut und habe in der STRABAG AG seit 2022 einen eigenen Bereich für Holzbau aufgebaut. Mein Beitrag ist, dass ich mich an genau dieser Schnittstelle zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Machbarkeit, Rentabilität und Ergebnisgetriebenheit einbringen kann. Ich kann als Botschafter zwischen den Welten fungieren.
Welche Wirkung kannst Du im besten Fall erzielen?
Einerseits arbeite ich für einen Konzern, der sich in den letzten Jahrzehnten mineralisch erfolgreich aufgebaut hat. Jetzt ist es an der Zeit, auch eine Expertise in nachwachsenden Rohstoffen und klimaschonenden Bauweisen zu entwickeln. Und andererseits haben wir als österreichischer Großkonzern ein gewisses Standing in der Politik und wirtschaftlichen Landschaft. Durch die neutrale, unabhängige und branchenrepräsentative Plattform Habitat 2030 entstehen große Hebel für die positive Gestaltung der Zukunft.
Von welchen Zeiträumen sprechen wir konkret?
Die meisten denken in Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren. Unter diesen Umständen würde ich gar nicht erst mitmachen. Auf systemischer und organisatorischer Ebene ist ein strategischer Change innerhalb von drei Jahren machbar. Ich bin also davon überzeugt, dass wir in sechs Jahren eine Menge verändern können, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Wir haben eine ernsthafte Chance.