Hans Jörg Ulreich

Hans Jörg Ulreich

Es wird und muss Maßnahmen geben, die uns ordentlich weh tun“

Was ist Deine persönliche Motivation, etwas zu tun?

Es ist unsere Pflicht, alles Mögliche zu versuchen, um uns die Umwelt zu bewahren - für uns selbst und die zukünftigen Generationen.

Was nimmst Du dir konkret vor - im Rahmen der eigenen Tätigkeit - um Klimaneutralität anzustreben?

Wir setzen in unseren Projekten alles, was möglich ist, wirklich bis ins kleinste Detail um - seit langem und ohne gesetzliche Vorgaben. Auch im Büro achten wir auf Klimaneutralität und in meiner Freizeit tue ich auch, was ich kann. Allerdings: wir sind derzeit noch auf einem Niveau, auf dem wir Umweltschutz quasi als Goodie und Lifestyleprodukt sehen. Wir brauchen aber mehr. Es wird und muss Maßnahmen geben, die uns ordentlich weh tun. Es ist ein Unterschied, ob wir ab und an mit dem Rad fahren oder irgendwann öffentlich fahren müssen - als eines von vielen Beispielen. Ich versuche auch hier, mit mir selbst strenger zu werden.

Wie willst Du das konkret umsetzen? 

Wenn es in meinem Einflussbereich liegt, setze ich es eben um. Allgemein kämpfe ich als Bauträgersprecher und als Bürger überall dafür, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen und Weichen zeitgerecht gestellt werden, damit sich die Mehrheit die Maßnahmen auch leisten können. Nur so werden die Maßnahmen über kurz oder lang auch akzeptiert. Eine Gebotspolitik ab dem Tag x halte ich derzeit noch für übertrieben - besser ist es, wenn wir jetzt anfangen, Anreize zu schaffen! Die Lebensmittelindustrie geht hier schon sanft voran und steigen etwa bei der Werbung für veganes Essen mit dem "Veganuary" ein, um die Leute langsam aber doch zum Umstieg zu bewegen. Wir sollten dasselbe für die Akzeptanz von Nachverdichtung und Innenentwicklung in die Wege leiten.