Bernhard Egert

Bernhard Egert

„Wir wollen nur mehr in Holz bauen“

Was ist Deine persönliche Motivation, etwas zu tun?

Ich bin Holzbauer und Vorsitzender der Holzbau-Plattform im Fachverband der Holzindustrie. Als Head of Timber Construction habe ich die Chance gesehen, auf der Bauherrenseite die Holzbauentwicklung voranzutreiben, speziell im großvolumigen und innerstädtischen Bereich.

Was nimmst Du dir konkret vor - im Rahmen der eigenen Tätigkeit - um Klimaneutralität anzustreben?

Als ich zur UBM kam, gab es bereits das strategische Unternehmensziel, statt Hotels nur mehr Büro- und Wohnbauten in Holz zu errichten, um damit einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten. Wir sind der Überzeugung, dass das langfristige Ziel eines Immobilienentwicklers sein muss, nachhaltige Immobilien zu entwickeln. Schon jetzt hat sich die Nachfrage nach nachhaltigen Investments in den letzten zehn Jahren verzwanzigfacht.

Wie willst Du das konkret umsetzen?

Das erste große Projekt in Holz ist der Timber Pionier in Frankfurt. Der zeigt am deutlichsten diesen radikalen Wandel der UBM. Ursprünglich wollten wir neben dem neuen Head Office der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Hotel bauen, in mineralischer Bauweise. Die Decke über dem zweiten OG war schon betoniert, als wir das Projekt gestoppt haben und den Entwurf auf ein Bürogebäude in Holzbau abgeändert haben. Mit allen Herausforderungen, die damit verbunden sind. Die Idee dahinter war: Wir richten uns neu aus, wir wollen nur mehr in Holz bauen und können nicht vier bis fünf Jahre warten, um diese Strategie umzusetzen.